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Adobe Stock #NewFace Ben Simon Rehn

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Ob Gletscher in Grönland oder Elefanten in Afrika: Der Fotograf Ben Simon Rehn liebt die Natur und ihre Wunder. Diese Verbundenheit kommt in seinen faszinierenden, fast magischen Bildern zum Ausdruck: Portraits von Tieren, die einem direkt in die Seele schauen, und Luftaufnahmen von atemberaubenden Landschaften sind sein Markenzeichen und lassen sein Adobe Stock Premium Portfolio herausstechen. Wir haben Ben Simon Rehn in seiner Wahlheimat Island angerufen und mit ihm über Tierschutz, Auszeiten in der Natur und die Faszination Fotografie gesprochen.

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Seine Bilder sprechen für die wachsende Sehnsucht der Menschen, sich zurück auf die Natur zu besinnen, als Rückzugsort aus dem schnelllebigen, digital-bestimmten Alltag. Eben jenes Verlangen beschreibt auch der erste Adobe Stock Visual Trend des Jahres „Natural Instincts“. Wie schon in den vergangenen Jahren, spiegeln die #VisualTrends gesellschaftliche Phänomene wider, die an zunehmend an Bedeutung gewinnen und Marken und Kreativen somit Orientierungspunkte am Puls der Zeit liefern. Und weil ein Bild mehr als tausend Worte sagt, hat Adobe Stock zusätzlich eine Galerie erstellt, welche die Bildsprache des Trends in ihrer Vielfalt darstellt. Sowohl die Tatsache, dass drei seiner Bilder in die Galerie aufgenommen wurden als auch unser Gespräch mit ihm zeigen, wie sehr Ben Simon Rehn diesen Trend verkörpert. Viel Spaß!

Adobe Stock #NewFace Ben Simon Rehn

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Adobe Stock: Warum (denn) ausgerechnet Landschafts- und Tierfotografie?

Ben Simon Rehn: „Das hat sich ganz logisch ergeben. Alle Touristen, die ich in Island getroffen habe, haben ständig fotografiert. Die Landschaft ist einfach wahnsinnig fotogen. Das Hostel, in dem ich gearbeitet habe, lag neben einem Vulkan! Und ich bin so gerne draußen, habe mittlerweile sogar das Wandern für mich entdeckt. Auch heute, nach fünf Jahren auf der Insel, finde ich noch neue Gegenden, die ich erkunden kann und die mich überraschen. Hier wandert man auch mal 30 Kilometer, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Und das Licht ist auch ganz besonders. Jeden Tag sind die Farben anders. Und da ich Tiere liebe, liegt auch diese Art der Fotografie für mich nahe. Hier braucht man vor allem viel Geduld. Ich schieße tausend Bilder von einem Motiv und am Ende ist vielleicht ein richtig gutes dabei – wenn man Glück hat. Klar, Tierfotografen gibt es schon viele. Deshalb versuche ich, besondere Aufnahmen zu machen. Ich finde, das Bild muss eine Emotion transportieren, um aus der Menge hervorzustechen. Egal, ob Elefant, Polarfuchs oder Eule – wenn das Tier den Betrachter direkt anschaut, und man das Gefühl hat, es würde einem in die Seele schauen – dann ist das Foto etwas Besonderes.“

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Adobe Stock: Wie kann man sich den Arbeitsalltag eines Outdoor-Fotografen vorstellen?

Ben: „Das kommt ganz darauf an, wo ich gerade bin. In Island geht das alles etwas spontaner. Da bin ich dann mal zwei, drei Tage am Stück unterwegs und schaue, was mir so vor die Linse kommt. Wenn ich für Aufnahmen extra nach Afrika reise, ist das ganze schon strukturierter. Da gehe ich mit meinen Freunden dann richtig auf Safari, heißt um vier Uhr aufstehen, um beim ersten Licht in der Savanne zu sein. Um zehn nach Hause, Bilder sichten, Lunch, und noch Mal los, bis gegen sechs, sieben die Sonne untergeht. Nach dem Abendessen sitzen wir noch lange da, sortieren und bearbeiten weiter. Das geht dann zehn Tage lang so, mit jeweils nur vier Stunden Schlaf pro Nacht. Das ist hart, aber ich will möglichst viel Zeit mit den Tieren verbringen. Wie gesagt, Geduld ist hier das Zauberwort… Also egal, an welchem Ort ich bin: Wenn ich einen Tag lang zum Fotografieren rausgehe, mache ich locker zwei- bis dreitausend Aufnahmen. Es dauert danach bestimmt zwei Stunden, alles zu sichten. Danach schaue ich noch mal durch, verfeinere meine Auswahl weiter. Und dann ist ein großer Teil meiner Arbeit natürlich die Nachbearbeitung in Adobe Lightroom CC. Man kann so viel mit diesem Programm machen, das ist wirklich super. Ich habe circa 200 Presets mit kryptischen Beschreibungen angelegt, die nur ich verstehe – wenn überhaupt. Mit denen spiele ich dann rum, probiere unterschiedliche aus, nehme am Ende meistens doch wieder ganz neue Einstellungen… Seit Sommer 2018 biete ich auch einige meiner Fotos bei Adobe Stock an. Ich wurde sogar gefragt, ob ich Teil der Premium Collection werden wolle und dachte mir ‚Na klar, warum denn nicht?‘ Oft hat man ja noch richtig gute Fotos, die so für Projekte und Kampagnen genutzt werden können und  sonst einfach ungenutzt herumliegen würden.“

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Adobe Stock: Hat dich die Fotografie der Natur nähergebracht?

Ben: „Definitiv. Ich war eigentlich als Kind schon immer viel draußen, im Wald oder fischen… Wenn man älter wird und in die Stadt zieht, verliert man diesen Bezug leider oft. So ging es mir auch. Bis ich nach Island kam. Und wie schön ist es, wenn man wieder zur Natur zurückfindet! Wie ihr es auch im ‚Natural Instincts‘ Trend beschreibt: draußen zu sein ist nicht nur pure Erholung, sondern hat auch etwas Spirituelles. Vor circa zwei Jahren habe ich mit zwei Kumpels ein kleines Experiment dazu gemacht. Wir sind für drei Tage in die Wildnis gefahren. Es war Sommer, das heißt rund um die Uhr hell. Wir haben die Uhranzeige auf den Handys random verstellt, sodass wir bald nicht mehr wussten, welche Uhrzeit gerade war. Das Zeitgefühl so völlig zu verlieren war ein tolles Gefühl. Man schläft nur dann, wenn man müde ist – und hat viel Energie durch das Licht.

Eine weitere Form, wie mich die Fotografie der Natur nähergebracht hat: Ich bin seit letztem Jahr Vegetarier. Ich kann nicht Tiere fotografieren und gleichzeitig essen. Das empfinde ich als nicht authentisch. Ich will mit dieser Einstellung gar nicht missionieren, aber ich denke sowieso, dass bei vielen Millennials ein schöner Wandel zu beobachten ist: Wir entwickeln gerade ein Bewusstsein dafür, dass wir die Welt zerstören und nicht so weitermachen können, wie bisher.“

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Adobe Stock: Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Ben: „Ich bin schon viel rumgekommen, will aber unbedingt noch nach Südamerika. Und die Eisbären in Alaska besuchen. Dieses Jahr will ich auch nach Südafrika und dort die Berge erkunden, die Nationalparks und ihre Tiere. Außerdem plane ich dieses Jahr noch ein besonderes Projekt: Ich will meinen Teil zum Artenschutz beitragen, indem ich gefährdete Raubtiere fotografiere. Mit einem schwarzweiß-Anteil im Bild will ich zeigen, wie viel Prozent der Art noch erhalten ist.“

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Über Ben Simon Rehn

Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Ben Leistungssportler (Zehnkampf). Er studierte Sportpsychologie in Berlin und machte dann einen Master in Erlebnis und Bewegung in Köln. Über den „European Voluntary Service“ fand er einen Job in einem Outdoor-Hostel in Island. Irgendwie scheint er dem Land dann verfallen zu sein, denn mittlerweile wohnt er schon seit fünf Jahren dort.

Ihr wollt mehr Bilder von Ben sehen? Bitteschön:

Adobe Stock

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Website

 

 

PS: Ihr dürft gespannt sein, denn wir werden schon bald wieder von Ben Simon Rehn hören – im Rahmen unserer #VisualTrendsRemix-Serie.

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